Bearbeitungsgebiet Autor: Birte Sänger & Heiko Brunken, 06. Januar 2015

 

Das Bearbeitungsgebiet konzentriert sich auf das Land Bremen mit Bremen und Bremerhaven sowie auf das angrenzende Umland. Es entspricht damit dem traditionellen Arbeitsgebiet des Naturwissenschaftlichen Vereins zu Bremen von 1864 e.V. und lässt sich sinnvollerweise weder politisch noch naturkundlich exakt abgrenzen.

 

Bearbeitungsgebiet Bremen_Bremerhaven

Das Bundesland Bremen mit den beiden Städten Bremen und Bremerhaven (Grafik TUBS, Quelle: Wikimedia Commons)

 

Das Bundesland Bremen ist das kleinste der deutschen Bundesländer und erstreckt sich auf eine Gesamtfläche von insgesamt 419 km2 (Quelle: Statistisches Bundesamt). Die Stadt Bremerhaven hat dabei einen Anteil von 78,9 km2, während die Stadt Bremen mit 317,9 km2 den größten Teil der Gesamtfläche ausmacht.

Derzeit sind 4,84% (2025 ha) der Landesfläche als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Zu den insgesamt 18 Naturschutzgebieten gehören u.a. das Werderland, die Neue Weser, Weserportsee, Borgfelder Wümmewiesen und die Ochtumniederung (Senator für Umwelt, Bau und Verkehr 2010). Insgesamt wurden neun Vogelschutz- und 15 FFH-Gebeite als Natura 2000 Gebiete ausgewiesen. Sie machen mit einer Flächengröße von insgesamt 8528 ha, einen Anteil von 20,4% der Fläche des Bundeslandes Bremens aus. Zu diesen Gebieten gehören u.a. das Blockland, Hollerland, Niedervieland, die Weser bei Bremerhaven und die Lesum (Senator für Umwelt, Bau und Verkehr 2011).

 

Naturräume

Naturräume werden durch die Unterschiede ihrer Geologie, des Reliefs und Klimas geprägt. Die Lebensbedingungen der heimischen Säugetierfauna sowie die Qualität ihres Habitats werden durch die Naturräume sowie der landwirtschaftlichen Nutzung bestimmt. Sieht man sich die naturräumlichen Regionen nach Drachenfels (2010) an, können Gebiete der Deutsche Bucht (1.1), der Watten und Marschen (1.2), der Ostfriesisch-Oldenburgische Geest (2), der Stader Geest (3), der Ems-Hunte-Geest und Dümmer-Geestniederung (4), des Weser-Aller-Flachlands (6) sowie dem Osnabrücker Hügelland (8.1) dem Bearbeitungsgebiet damit naturkundlich hinzugezogen werden (Abb. 2). Das Weser-Aller-Flachland (6) ist nur mit einem sehr geringen Anteil, nämlich südlich von Bremen durch den Landkreis Diepholz vertreten. Auch die Stader Geest (3) ist nur zu einem kleinen Prozentsatz dem Bearbeitungsgebiet anzurechnen. Nordwestdeutschland weist Teile der Küste, des Tieflandes sowie des Hügel- und Berglandes auf, diese stellen die verwendeten Bezeichnungen in einigen Roten Listen dar. Bis auf das Osnabrücker Hügelland (8.1), welches als kontinentale Region eingestuft wird, gehört Nordwestdeutschland ausschließlich der atlantischen biogeographischen Region an.

 

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 Naturräumliche Regionen in Niedersachsen. Quelle: Drachenfels (2010).

 

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