Erfassungsmethoden Autor: Birte Sänger, Samstag, 04. Januar 2015

 

Erfassungen und Monitoringprogramme zur Verbreitung und Abundanz von Arten, unabhängig davon ob diese selten oder häufig vorkommen, sind für die Ausarbeitung von Management- und Erhaltungsmaßnahmen erforderlich. Ohne verlässliche Datengrundlage sind Einschätzungen und Schlussfolgerungen über den Populationsstatus, Habitatansprüche oder anthropogene Einflüsse unmöglich (Williams et al. 2002). Ein Mangel an Informationen ergibt sich oft aus der Schwierigkeit der Erhebung von Daten von schwer erfassbaren Arten (z.B. nachtaktive Marderartige) (Manzo et al. 2012).

 

Es kann zwischen direkten und indirekten Erfassungsmethoden unterschieden werden. Direkte Methoden erfordern den Kontakt mit Individuen einer Art. Mit ihnen können viele Informationen über Geschlecht, Gewicht, Fortpflanzung und Status gesammelt werden. Jedoch sind sie meist sehr kostenintensiv. Indirekte Methoden erfassen Daten ohne zwangsläufig mit der Zielart Kontakt zu haben. Beispiele für indirekte Methoden sind Kamerafallen, Untersuchung von Losungen, Untersuchungen von Gewöllen oder die Erfassung von Spuren (Lynch et al. 2006).

 

Auf den folgenden Seiten werden exemplarisch einige Erfassungsmethoden vorgestellt und ihre Vor- und Nachteile abgewägt.

  

 

Quellen

 

  • Lynch, Á. B., Brown, M. J. F. & Rochford, J. M. (2006): Fur snagging as a method of evaluating the presence and abundance of a small carnivore, the pine marten (Martes martes). - Journal of Zoology 270 (2): 330-339.
  • Manzo, E., Bartolommei, P., Rowcliffe, J. M. & Cozzolino, R. (2012): Estimation of population density of European pine marten in central Italy using camera trapping. - Acta Theriologica 57 (2): 165-172.
  • Williams, B. K., Nichols, J. D. & Conroy, M. J. (2002): Analysis and management of animal populations. - Academic Press, London. 
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